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Hans Koller

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MdB Hans Koller informiert sich über Wasserkraft und Pumpspeicherprojekt Riedl

Jochenstein. Im Rahmen eines Informationsbesuchs am Kraftwerk Jochenstein hat sich der Bundestagsabgeordnete Hans Koller, Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit des Deutschen Bundestages, über die Bedeutung der Wasserkraft für die regionale Energieversorgung sowie über die Planungen für das Pumpspeicherkraftwerk Riedl informiert.

Vertreter der VERBUND-Wasserkraftwerke stellten dabei sowohl den Standort Jochenstein als auch das geplante Pumpspeicherprojekt Riedl vor. Gesprächspartner waren unter anderem Riedl-Projektleiter Peter Herzog, Verbund-Geschäftsführer Dr. Karl Heinz Gruber sowie das Aufsichtsratsmitglied Dr. Albrecht Schleich.

VERBUND betreibt zahlreiche Laufwasserkraftwerke in Bayern und entlang der bayerisch-österreichischen Grenze. Gemeinsam erzeugen diese Anlagen rund 5,9 Terawattstunden Strom pro Jahr – genug, um rechnerisch rund 1,8 Millionen Haushalte mit Energie zu versorgen. Auch das Kraftwerk Jochenstein spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Anlage wird mit fünf Kaplanturbinen betrieben und verfügt über eine Erzeugung von 850 Millionen Kilowattstunden. Damit kann das Kraftwerk rechnerisch den Strombedarf von mehr als 220.000 Haushalten decken. Aktuell laufen Modernisierungsmaßnahmen an den Maschinensätzen, wodurch mit einem Investitionsvolumen von 65 Mio. Euro zukünftig weitere 15.000 Haushalte zusätzlich versorgt werden können.

Im Mittelpunkt des Informationsbesuchs stand darüber hinaus das geplante Pumpspeicherkraftwerk Riedl. Die Vertreter von VERBUND erläuterten den aktuellen Planungsstand und die vorgesehene Funktion des Projekts für die Energieversorgung. Pumpspeicher können insbesondere dazu beitragen, Strom aus erneuerbaren Energien flexibel zu speichern und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen.

MdB Hans Koller betonte die grundsätzliche Bedeutung des Projekts, verwies zugleich aber auf die Auswirkungen auf Natur und Anwohner. „Das Pumpspeicherprojekt Riedl ist kein unerheblicher Eingriff in die Natur. Deshalb ist es wichtig, dass das Landratsamt Passau als Planfeststellungsbehörde in einem langwierigen und intensiven Verfahren die Auswirkungen auf die Umwelt und Menschen sorgfältig abgewogen hat. Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile des Projekts – gerade mit Blick auf eine sichere und flexible Energieversorgung.“

Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung komme es zudem darauf an, die Belastungen während der Bauphase für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Koller versicherte sich bei dem Besuch, dass sich dessen VERBUND bewusst sei und dass außerdem die Planfeststellungsbehörde mit ihrem Bescheid dafür gesorgt hat, dass die berechtigten Interessen der Bevölkerung vor Ort berücksichtigt werden.

Weiter wies Koller darauf hin, dass die Menschen in der Region auch dauerhaft von den wirtschaftlichen und strukturellen Vorteilen des Projekts profitieren müssen und die Wertschöpfung des Projektes soweit als möglich in der Region bleibt. VERBUND bestätigte, dass man sich dieser Verantwortung bewusst sei und dass dies bei allen vergleichbaren Projekten ebenfalls so gelebt wird. Als Beispiele für das Projekt Riedl wurde auf das neu erarbeitete Tourismuskonzept, auf rund 50.000 Übernachtungen pro Jahr während der Bauzeit und auf Aufträge für regionale Unternehmen hingewiesen, die dafür sorgen, dass neue – auch dauerhafte – Arbeitsplätze entstehen.

Der Informationsbesuch bot damit Gelegenheit, die Darstellung der technischen Bedeutung der bestehenden Wasserkraftanlagen mit der Präsentation der Chancen und Herausforderungen des geplanten Pumpspeicherprojekts Riedl zu verbinden. Koller äußerte seine Zufriedenheit darüber, dass das Projekt nach seiner Fertigstellung einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Ausbau einer sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung in Deutschland und in der Region leisten werde und dass ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und den Interessen der Anwohner sichergestellt werde.