Näher am Menschen

Mitten im Leben!

Hans Koller

Zukunftsorientiert, bürgernah, verläßlich

MdB Hans Koller informiert sich über Spritpreise an der freien Tankstelle Putz in der Passauer Innstadt

Passau. Nach dem Auslaufen des Tankrabatts sind die Kraftstoffpreise erneut deutlich angestiegen. Teilweise verteuerten sich Diesel und Benzin innerhalb kürzester Zeit um bis zu über 20 Cent pro Liter. Für den Bundestagsabgeordneten Hans Koller Anlass genug, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Er besuchte den Betreiber der freien Tankstelle Putz in der Passauer Innstadt, unmittelbar an der Grenze zu Österreich.

Im Gespräch erläuterte Inhaber Manuel Lang, warum seine Tankstelle trotz der Grenznähe häufig mit den österreichischen Preisen mithalten kann oder diese sogar unterschreitet. Der entscheidende Vorteil liege darin, dass sein Betrieb nicht an einen Mineralölkonzern gebunden sei. Dadurch könne er seine Preise eigenständig kalkulieren und sei nicht an die Preisvorgaben großer Konzerne gebunden.

Ein anschauliches Beispiel dafür zeigte sich zu Beginn der Sperrung der Straße von Hormus. Da sich der bereits eingekaufte Kraftstoff noch in den Lagertanks befand, konnte Lang diesen weiterhin zu fairen Preisen anbieten. „Wir verkaufen zu den Preisen, zu denen wir eingekauft haben. Höhere Einkaufskosten geben wir erst dann weiter, wenn sie tatsächlich bei uns ankommen“, erläuterte Lang.

Für Hans Koller zeigt dieses Beispiel, dass die Preisentwicklung an den Zapfsäulen häufig nicht allein mit gestiegenen Rohölpreisen begründet werden könne. „Natürlich müssen wir auch die hohe staatliche Steuer- und Abgabenbelastung kritisch hinterfragen. Gerade die schrittweise Erhöhung der CO₂-Bepreisung verteuert Kraftstoffe zusätzlich und belastet Pendler, Familien und Unternehmen spürbar. Gleichzeitig sehen wir aber immer wieder, dass die großen Mineralölkonzerne Preissteigerungen deutlich schneller und stärker an die Verbraucher weitergeben, als es durch die tatsächliche Marktentwicklung gerechtfertigt wäre“, erklärte Koller

Besonders unverständlich sei für ihn die Situation nach dem Auslaufen des Tankrabatts. „Die Spritpreise sind innerhalb kürzester Zeit massiv gestiegen, obwohl der Rohölpreis zu diesem Zeitpunkt bereits wieder gesunken war. Das passt für mich schlicht nicht zusammen“, so der Bundestagsabgeordnete.

Wie groß die Preisunterschiede sein können, zeige sich unmittelbar vor Ort. Nur rund zwei Kilometer von der freien Tankstelle Putz entfernt verlangen Tankstellen großer Mineralölkonzerne für Diesel und Benzin teilweise mehr als 20 Cent pro Liter zusätzlich. „Dem Endverbraucher ist nicht zu erklären, warum innerhalb weniger Minuten Fahrzeit derart gravierende Preisunterschiede entstehen, obwohl derselbe Markt und dieselben Rahmenbedingungen gelten“, kritisierte Koller.

Für den Abgeordneten ist deshalb klar: „Wir brauchen endlich mehr Transparenz und wirksamere Regeln auf dem Kraftstoffmarkt. Es kann nicht sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder die Zeche zahlen, während einzelne Marktteilnehmer ihre Preissetzung nahezu unkontrolliert ausweiten können.“

Koller fordert daher, die Preisbildung der Mineralölkonzerne stärker zu kontrollieren und gegebenenfalls regulatorisch einzugreifen. „Wer Marktmacht besitzt, trägt auch Verantwortung. Wenn Preisentwicklungen für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar sind, muss der Staat genauer hinschauen. Die Autofahrer dürfen nicht unnötig belastet werden, nur weil wenige große Konzerne den Markt dominieren“, betonte Koller abschließend.