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Hans Koller

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Vom Baumstamm bis zum Premium Pallet – MdB Hans Koller besuch die Holzwerke Weinzierl

Vilshofen. Aus einem Baumstamm entsteht weit mehr als nur Bauholz. Was nicht zu Balken oder Brettern verarbeitet wird, wird weiterverwendet – als Pellet, Energie oder hochwertiger Rohstoff für andere Produkte. Genau dieses Prinzip der nahezu vollständigen Wertschöpfung stand im Mittelpunkt des Besuchs des Bundestagsabgeordneten Hans Koller und des Landtagsabgeordneten Stefan Meyer bei den Holzwerken Weinzierl in Vilshofen. Geschäftsführer Hans Weinzierl führte die beiden Abgeordneten durch den Betrieb und gab Einblicke in eine Branche, die für die Region wirtschaftlich ebenso bedeutend ist wie für die Energiewende.

Bereits beim Rundgang durch das Werk wurde deutlich, mit welchem technischen Aufwand Holz heute verarbeitet wird. Moderne Produktionsanlagen, kurze Transportwege und eine konsequente Nutzung sämtlicher Rohstoffe prägen den Familienbetrieb. Für MdL Stefan Meyer, der selbst aus Vilshofen stammt, war der Besuch zugleich ein Blick auf einen wichtigen Wirtschaftsmotor seiner Heimat. „Unternehmen wie die Holzwerke Weinzierl stehen beispielhaft für das, was unsere Region ausmacht: Innovationskraft, nachhaltiges Wirtschaften und starke mittelständische Familienunternehmen. Darauf können wir in Vilshofen stolz sein.“

Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf der Weiterentwicklung der eigenen Pelletproduktion. Mit den sogenannten Climate Premium Pellets (CPP) setzt das Unternehmen auf ein neues Qualitäts- und Nachhaltigkeitskonzept. Das dazugehörige RAL-Gütezeichen garantiert unter anderem eine regionale Rohstoffherkunft, höchste Qualitätsstandards sowie eine ressourcenschonende Herstellung. Für den Endkunden soll dadurch auf den ersten Blick erkennbar sein, woher das Produkt stammt und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde.

Vertriebsleiter Bernd Mittermeier sieht darin einen wichtigen Schritt für die gesamte Branche. „Wir stehen für maximale Wertschöpfung – von der Produktion bis zur Auslieferung. Mit dem Gütesiegel wollen wir den Kundinnen und Kunden die Sicherheit geben, dass sie ein regionales, nachhaltiges und hochwertiges Produkt erhalten.“ Auch bei der Versorgung mit Pellets zeigte sich Weinzierl optimistisch. „Ein Versorgungsproblem ist derzeit nicht abzusehen. Es steckt noch viel Potenzial nicht-sägefähige Resthölzer zu Pellets weiterzuveredeln und somit regionales Holz vom Bürger nutzbar zu machen.

Pellets zu heizen, wird sicherlich nicht überall die passende Lösung sein, aber wir verfügen über ausreichend Potenzial. Als heimischer Energieträger, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland stattfindet, haben sie noch nicht den verdienten Stellenwert.“

Jedoch sorgt die aktuelle Diskussion um die Biomasseverordnung in der Branche für Unsicherheit, da die künftige Rolle von Holz als Energieträger zunehmend hinterfragt wird. MdB Hans Koller stellte klar: „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass dieser Stellenwert auch künftig erhalten bleibt. Die Diskussionen in Berlin sind nicht immer einfach, aber für mich ist klar, dass wir praktikable Lösungen brauchen.“

Daneben beschäftigte die Unternehmensleitung vor allem ein Thema, das viele Betriebe derzeit bewegt: der Bürokratieaufwand. Nachweis-, Dokumentations- und Berichtspflichten seien in vielen Bereichen gut gemeint, würden in der Praxis jedoch immer komplexer. Koller verwies auf die ersten Entbürokratisierungsgesetze der Bundesregierung. „Wir haben die ersten Entbürokratisierungspakete bereits verabschiedet. Gleichzeitig merken wir aber auch, wie schwierig es ist, bestehende Vorgaben tatsächlich zurückzunehmen. Jeder fordert Bürokratieabbau – solange er den eigenen Bereich nicht betrifft.“ Ziel müsse es sein, sämtliche Gesetze darauf zu überprüfen, ob nationale Regelungen über europäische Vorgaben hinausgingen. „Alles, was nicht europarechtlich vorgeschrieben ist, gehört auf den Prüfstand.“

Ebenso wurde über das Thema Rundholztransport diskutiert. Während in Deutschland Rundholz-Lkw derzeit mit maximal 40 Tonnen unterwegs sein dürfen, gelten in Österreich bereits 44 Tonnen und in Frankreich sogar bis zu 57 Tonnen. Nach Einschätzung des Unternehmens könnten angepasste Regelungen die Zahl der Fahrten reduzieren, Transportkosten senken und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß verringern. Geschäftsführer Hans Weinzierl betonte dazu: „Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, müssen wir auch über effiziente Logistik sprechen – weniger Fahrten bedeuten weniger Emissionen und mehr Wirtschaftlichkeit.“ Auch dieses Thema nahmen die beiden Abgeordneten mit nach Berlin und München.

Zum Abschluss des Besuchs zog Hans Koller ein positives Fazit. „Hier sieht man eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit, Regionalität und moderne Industrie zusammenpassen. Die Holzwerke Weinzierl zeigen, wie aus einem heimischen Rohstoff mit viel Know-how hochwertige Produkte entstehen. Solche Unternehmen sind ein Aushängeschild für unsere Region und leisten einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung vor Ort.“

Foto: Drin Rexhaj. (v.l.) Hans Weinzierl, MdB Hans Koller, Hans Weinzierl jun., Judith Weinzierl, Bernd Mittermeier und MdL Stefan Meyer