Neuburg am Inn. Wer zum ersten Mal das Bürgermeisteramt übernimmt, bekommt selten eine längere Eingewöhnungszeit. Entscheidungen müssen getroffen, Projekte begleitet und die Verwaltung geführt werden – oft vom ersten Tag an. Genau vor diesem Hintergrund besuchte der Bundestagsabgeordnete Hans Koller den neu gewählten Bürgermeister der Gemeinde Neuburg am Inn, Michael Voggenreiter, zu einem Antrittsbesuch im Rathaus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Projekte, die kommunale Infrastruktur sowie die bevorstehenden Herausforderungen für die Gemeinde.
Michael Voggenreiter, der erstmals das Amt des Bürgermeisters übernommen hat, zeigte sich motiviert und zuversichtlich. „Ich bin guter Dinge, dass ich mich als Newcomer durch alle Herausforderungen und Aufgaben durchkämpfe“, sagte der Rathauschef. Die ersten Wochen seien bereits intensiv gewesen. Zahlreiche Mitarbeitergespräche habe er bereits geführt, um frühzeitig die Weichen für die kommenden Projekte und Aufgaben zu stellen. „Ich möchte mich richtig festbeißen – auch wenn manche Dinge zunächst nicht ganz so gemütlich werden. Aber wenn es im Interesse der Gemeinde ist, dann darf und soll das auch so sein“, betonte Voggenreiter.
Im gemeinsamen Gespräch wurde unter anderem über die Infrastruktur der Gemeinde gesprochen. Ein zentrales Thema war dabei der geplante Neubau der Grundschule in Neuburg am Inn. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Projekt, wobei insbesondere Fragen zur weiteren Umsetzung und Projektsteuerung noch zu klären sind. Einig waren sich beide Gesprächspartner, dass Investitionen in Bildung und Infrastruktur entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer wachsenden Gemeinde sind.
MdB Hans Koller lobte insbesondere den beruflichen Hintergrund des neuen Bürgermeisters. „Ein Bürgermeister mit wirtschaftlichem Background und einem unternehmerischen Blick auf die Dinge ist erfrischend. Wer selbst Verantwortung getragen und Unternehmen geführt hat, bringt oft neue Perspektiven für kommunale Entscheidungen mit“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
Beeindruckt zeigte sich Koller auch vom persönlichen Schritt Voggenreiters in die Kommunalpolitik. „Obwohl wir uns vorher nicht kannten, fand ich es bemerkenswert, dass jemand, der nicht aus der öffentlichen Verwaltung kommt, bereit ist, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Solche neuen Blickwinkel können einer Gemeinde guttun.“
Für den Bundestagsabgeordneten sind Antrittsbesuche weit mehr als reine Höflichkeitstermine. „Ich mache diese Besuche nicht wegen irgendeiner Schlagzeile. Mir geht es darum, unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ein klares Signal zu geben: Ich bin da, ich habe ein offenes Ohr und ich strecke die Hand zur Zusammenarbeit aus.“ Gerade die Kommunen seien das Fundament funktionierender Politik. Deshalb sei der regelmäßige Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort unverzichtbar.
Zum Abschluss vereinbarten Hans Koller und Michael Voggenreiter, den begonnenen Dialog auch künftig fortzusetzen. Denn gerade bei den großen kommunalen Zukunftsaufgaben – von der Infrastruktur bis hin zu Bildungsinvestitionen – komme es auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommune und Bundespolitik an.