Wie ein niederbayerisches Unternehmen die Energieversorgung von morgen mitgestaltet
Albersdorf/Vilshofen. Oben auf dem Dach wird Strom erzeugt, im Keller intelligent gespeichert und genau dann genutzt, wenn er gebraucht wird. Was lange wie Zukunftsmusik klang, gehört beim niederbayerischen Unternehmen FENECON längst zum Alltag. Genau dort, wo an Lösungen für eine unabhängige, bezahlbare und moderne Energieversorgung gearbeitet wird, verschaffte sich der Bundestagsabgeordnete Hans Koller nun bei einer Betriebsbesichtigung in Albersdorf einen direkten Einblick.
Gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Franz-Josef und Stefan Feilmeier erhielt MdB Koller Einblicke in Produktion, Entwicklung und die Zukunftsvisionen des Unternehmens. Schnell wurde deutlich: FENECON steht nicht nur für moderne Speichertechnologie, sondern auch für regionale Wertschöpfung, Innovationskraft und den Anspruch, Energietechnologie bewusst in Deutschland weiterzuentwickeln.
Bereits beim Rundgang durch die Produktionshallen wurde sichtbar, wie dynamisch sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Gegründet als ein kleines „Garagenunternehmen“, zählt FENECON heute zu den führenden Herstellern von Stromspeicher- und Energiemanagementsystemen in Deutschland. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 380 Mitarbeiter, betreibt mehrere Standorte in Deutschland und baut aktuell einen weiteren Standort in den USA auf.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen intelligente Speicherlösungen für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie. Ziel ist es, erneuerbare Energien effizient zu speichern und möglichst direkt vor Ort nutzbar zu machen. Besonders die Verbindung aus Speichertechnologie und intelligentem Energiemanagement spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit dem eigens entwickelten Energiemanagementsystem „FEMS“ hat FENECON zudem eine weltweit genutzte Open-Source-Plattform geschaffen, die inzwischen Anwender in über 50 Ländern nutzen.
MdB Koller zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und der klaren Zukunftsorientierung des Unternehmens: „FENECON ist ein echtes Vorzeigeunternehmen für Niederbayern. Hier sieht man, dass Energiewende, industrielle Wertschöpfung und moderne Technologie hervorragend zusammenpassen.“ Besonders hob er hervor, dass die Wertschöpfung bewusst in der Region gehalten werde: „Heimatenergie – das ist genau das Stichwort. Innovation, Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben hier in Niederbayern. Darauf können wir wirklich stolz sein.“
Auch Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier machte deutlich, welchen Anspruch das Unternehmen verfolgt: „Made in Germany – bis auf die allerletzte Schraube.“ Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass Deutschland enormes Potenzial habe: „Dank der erfolgreichen Energiewende und großer Anteile erneuerbarer Energien – ergänzt um Stromspeicher und intelligentes Energiemanagement – haben wir in Deutschland geringere Energiekosten als in China oder USA“
Entscheidend sei nun, diese Innovation und die dezentrale Energiewende nicht auszubremsen und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Geschäftsführer Stefan Feilmeier erklärte den unkomplizierten Ansatz des Unternehmens: „Mit Hilfe von KI-basiertem Forecasting von Erzeugung und Verbrauch und intelligenter Überschusseinspeisung und Resstrombezug können wir für unsere Kunden viel mehr rausholen als klassische PV-Batterien – für den Kunden läuft das aber vollautomatisch und er muss sich um nichts kümmern.“
Ziel sei es, Energie möglichst intelligent zu speichern und effizient zu nutzen, um sowohl Verbraucher als auch die Netze langfristig zu entlasten.
Im Austausch wurde deutlich, dass moderne Speicherlösungen künftig eine immer größere Rolle für eine stabile und bezahlbare Energieversorgung spielen werden. Dabei gehe es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Versorgungssicherheit, intelligente Netznutzung und langfristig wettbewerbsfähige Energiepreise.
Für Hans Koller steht deshalb fest: „Die Zukunft unserer Energieversorgung wird vielfältiger und dezentraler werden müssen. Windkraft, Photovoltaik, Speichertechnologien und moderne Netzinfrastruktur müssen zusammengedacht werden. Gerade moderne Speicherlösungen würden dabei künftig eine entscheidende Rolle spielen, um Versorgungssicherheit, Netzstabilität und bezahlbare Energiepreise miteinander zu verbinden.“
Derzeit wird auf Bundesebene intensiv über die Weiterentwicklung und Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten. „Genau solche praktischen Erfahrungen und technologischen Entwicklungen nehme ich derzeit auch aktiv mit in die Diskussionen rund um die Neufassung des EEG mit auf. Wir müssen gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, die Innovation ermöglichen und Unternehmen unterstützen, die konkrete Lösungen für die Energieversorgung von morgen entwickeln“, betonte der Abgeordnete. Unternehmen wie FENECON würden dabei einen wichtigen Beitrag leisten: „Unsere Zielrichtung muss sein, Energiepreise dauerhaft zu senken – und genau dazu tragen solche Technologien entscheidend bei.“
Auch die starke Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren wurde beim Besuch sichtbar. FENENCON wurde mehrfach international ausgezeichnet und gilt inzwischen als eines der innovativsten Unternehmen der Stromspeicherbranche. „Das macht uns sehr stolz“ lässt Franz-Josef Feilmeier wissen.
FENECON steht beispielhaft dafür, wie durch innovative Speichertechnologie, unternehmerischen Mut und regionale Verantwortung zukunftsweisende Technologien erfolgreich in Niederbayern entwickelt werden können.